100 Jahre Engelhardt

100 Jahre Engelhardt – Ein junges Team im alten Gemäuer

Die Engelhardt Federnfabrik GmbH, mit ihrem Sitz in Chemnitz, blickt mit Stolz auf eine 100-jährige Firmengeschichte zurück. Das Familienunternehmen wurde im Jahr 1921 von Johannes Engelhardt in Chemnitz Schönau gegründet. Seit 1990 firmiert das Unternehmen als Engelhardt Federnfabrik GmbH Chemnitz.

Firmengründer war Johannes Engelhardt, der Großvater bzw. Urgroßvater der jetzigen Inhaber, Peter und Lars Engelhardt.

1939 erfolgte der Umzug in das heute noch bestehende Firmengebäude in Chemnitz, im Ortsteil Reichenbrand.

Zu dieser Zeit umfasste die Fertigung die Produktion von Druckfedern, Zugfedern und Drehfedern in einer Stärke von 0,2 mm bis ca. 1,80 mm Drahtstärke. In diesen Jahren beschäftigte das Unternehmen 80 Mitarbeiter. Gefertigt wurde mit Hilfe von Biegeapparaten in Handarbeit.

1951 verstarb der Firmeninhaber Johannes Engelhardt. Da sein Sohn, Hans Engelhardt, nicht aus dem 2. Weltkrieg zurückkehrte, wurde sein Enkel, Peter Engelhardt, mit 9 Jahren Inhaber des Unternehmens. Bis zu seiner Volljährigkeit führte das Unternehmen ein eingesetzter Betriebsleiter.

Im Jahr 1960 übernahm Peter Engelhardt die alleinige Geschäftsleitung unter Aufnahme einer staatlichen Beteiligung des als Joh. Engelhardt Nachf. KG Spiralfedernfabrik firmierende Unternehmen. Am 30.03.1972 erfolgte die Enteignung des halbstaatlichen Unternehmens auf Druck des Rates der Stadt Karl-Marx-Stadt. Peter Engelhardt leitete den VEB (Volkseigener Betrieb) technische Federn nun als Betriebsleiter weiter. 1978 wurde das Unternehmen in die VEB Federnwerke Marienberg eingegliedert und verlor damit seine Eigenständigkeit.

Infolge der Wiedervereinigung und anschließender Reprivatisierung übernahm Herr Josef Schürmann, Schmiedeknecht Federnfabrik aus Hagen, 51% Anteile an dem Unternehmen.

In den folgenden Jahren betreuten Peter Engelhardt und Josef Schürmann das Unternehmen gemeinsam. Die 90er Jahre waren bestimmt von der Kundenakquise, die durch Insolvenzen vieler Ostdeutscher Firmen nötig geworden war. Modernisierungen der Bestandsgebäude und Investitionen in einen modernen Maschinenpark prägten das Bild dieser Jahre.

Herr Schürmann äußerte Ende 2001 den Wunsch, seine Anteile am Unternehmen verkaufen zu wollen. Nach vielen Gesprächen mit Banken und Steuerberatern wurden die Anteile an Herrn Lars Engelhardt verkauft. Seit dem 07.11.2002 führen nun Peter Engelhardt und sein Sohn, Lars Engelhardt, das Unternehmen gemeinsam. Lars Engelhardt setzt damit die Familientradition erfolgreich fort und ist seit 2011 alleiniger Geschäftsführer

Aus dem Familienunternehmen ist ein innovatives mittelständisches Unternehmen geworden. Die manuelle Fertigung mithilfe von Biegeapparaten ist gänzlich aus dem Produktionsablauf verschwunden. Heute stehen in den Hallen des Unternehmens moderne computergesteuerte Federwindeautomaten, die eine hohe Produktivität ermöglichen.

Im Auftrag der Kunden, die aus allen Bereichen der Industrie kommen, werden heute Druckfedern, Zugfedern, Drehfedern, Torsionsfedern und Schenkelfedern in großen Stückzahlen hergestellt.